15/08/2021

Was bin ich rumgeeiert bevor ich mein eigenes Mitgliederprogramm gestartet habe … und was ich mir alles ausgemalt habe, wie es sein würde …

Aber erst noch kurz was anderes: Dieser Artikel (mit dem ich nach 3 Jahren meinen Blog wieder etwas reaktiviere) ist mein Beitrag zu Claudia Kauscheders Blogparade „Zeitmanagement für Membership AnbieterInnen“. Meine Membership umfasst inzwischen über 200 Teilnehmer und besteht jetzt seit Januar 2018. Ich helfe dort Selbständigen online voranzukommen und Technik dabei nicht zur Hürde werden zu lassen. Die mindestens 12monatige Mitgliedschaft kostet inzwischen rund €1.000.

So, da ich es mir für die Blogparade gerne einfach mache, hangele ich mich an Claudias guten Fragen entlang … los geht’s:

Welche Herausforderungen in Bezug auf dein Zeitmanagement haben auf dich gewartet?

Mein Tagesablauf ist durch private Gegebenheiten schnell mal recht wirr und durch kleine „Chauffeurfahrten“ usw. häufiger unterbrochen. Wichtig war mir, möglichst flexibel meine Zeit einteilen zu können, aber trotzdem Mehrwert liefern zu können (unter uns: mein Zeit“management“ ist – sagen wir – verbesserungswürdig).

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

via GIPHY

Womit hattest du gerechnet – und womit nicht?

Ich hatte keine Idee, womit ich rechnen sollte … der Start meiner Membership war ein großer (inzwischen erfolgreicher– vielen Dank dafür an die Mitglieder 🙏) Test.

Meine größten Bedenken zum zeitlichen Aufwand waren: was mache ich, wenn ich 20 Teilnehmer habe und jeder fragt jeden Tag zig Detailfragen … dann komme ich zu nichts mehr, verdiene aber auch nicht genug, damit sich das lohnt. Was mache ich, wenn die Teilnehmer Fragen stellen, die ich nicht beantworten kann? Auch hatte ich viele Bedenken bzgl. Format und Inhalt: gibt es wöchentlich Input von mir? Was ist, wenn sich die Mitglieder untereinander nicht verstehen? Muss ich dauerhaft präsent sein? Und so weiter.

Viele dieser Bedenken haben sich kurz nach dem Start in Luft aufgelöst. Es gab nie zu viele Fragen, die nicht hätten beantwortet werden können. Die Mitglieder helfen sich enorm untereinander, so dass meine Antwort oft gar nicht mehr nötig ist. Abgesehen davon ist und bleibt die Membership ein sich immer wieder änderndes Format, damit es für mich und die Teilnehmer spannend bleibt.

Hat dich der Zeitaufwand deines Memberships überrascht – oder nicht?

Da ich im Vorfeld keine festen Zeitkontingente eingeplant hatte, gab es da jetzt keine Überraschungen, die von meiner „Planung“ abweichten 😉. Ich musste sicher mich erstmal in die Rolle des Administrators einer Mitgliedergruppe einfinden und herausfinden, was die Teilnehmer erwarten. Am Anfang bedeutet das sicher einen erhöhten Zeitaufwand – wie bei allem, was man zum ersten Mal macht.

Hast du deine Workflows verändert? Wenn ja, wie? Wenn nein, wieso nicht?

Bisher nach 3 ½ Jahren nicht wirklich. Einiges hat sich durch neue Formate geändert (z.b. die 3x wöchentliche Morgensprechstunde in Zoom). Da aber so auch einige Dinge im Laufe der Zeit immer unordentlicher wurden, habe ich mir jetzt Unterstützung durch virtuelle Assistenten geholt.

Welche Routinen hast du für dich gefunden?

Ich schaue täglich mehrfach unregelmäßig nach Fragen in der Gruppe. Ich habe dazu einen Monitor, der fast ausschliesslich den Inhalt der Facebook-Gruppe anzeigt. Auch hat es mir selbst geholfen ein regelmäßiges Format einzuführen: Die Morgensprechstunde. Diese habe ich eigentlich aus Corona-Gründen gestartet, um mehr Support in die Gruppe zu geben und – Win-Win – um meinem Tagesablauf mehr Struktur zu geben. Das war gerade zum Beginn div. Lockdowns eine wichtige Sache.

Gibt es Tools, die dich in deinem Zeitmanagement dabei unterstützen?

Nein – da verwende ich aktuell nichts ausser Google Calendar 😉

Wie organisierst du dein Membership während deines Urlaubs?

Bisher läuft da alles auf etwas kleinerer Flamme weiter. Es gab da nur 2019 eine 2wöchige Pause als ich wirklich weit weg war. Also auf Fehmarn auf einen Hügel fahren, damit ich um 9:00 Uhr meine Morgensprechstunde abhalten kann, gehört für mich dazu. Zukünftig mit mehr Planung hole ich mir ggf. Gastreferenten, die da etwas den Inhaltspart übernehmen.

Auf welche Weise produzierst du deinen Content effizient?

Oftmals live in Form eines Zoom-Livestreams (tlw. mit Keynote-Präsentationen) … ansonsten Tutorials mit SnagIt oder Camtasia. Diese werden dann (noch [noch!] recht ungeordnet in die TechnikMentor-Akademie hochgeladen, die Teil des Memberships ist.

Wie sorgst du dafür, dass du bei diesem langfristigen Commitment nicht ausbrennst?

Ich halte es für mich und die meisten Mitglieder interessant, indem ich öfter Neues ausprobiere. Bisher habe ich da keine Ermüdungserscheinungen. Mir liegt diese Art zu arbeiten sehr und den Mitgliedern offensichtlich auch 🙏.

Welche Strategien hast du für Unvorhersehbares?

Keine. Wenn etwas ausfällt usw. spreche ich es klar an, damit die Teilnehmer bescheid wissen. Ich habe dazu bisher auch noch nie negatives Feedback bekommen. Es gab auch bisher seltenst Unerwartetes. Auch da macht man sich im Vorfeld viel zu viele Sorgen.

Welche drei Tipps würdest du jemandem für sein Zeitmanagement geben, der über ein Membership nachdenkt?

  1. Membership möglichst klein anfangen und nicht zu viele Gedanken machen … es kommt dann eh anders, als Du gedacht hast.
  2. Überfordere Deine Mitglieder nicht mit zu vielen Inhalten (sorgt auch dafür, dass Du Dich nicht zu schnell überforderst).
  3. Du stellst die Regeln auf. Wenn Du nur einmal im Monat für 5 Stunden in der Gruppe bist und ein Q&A hältst und den Rest des Monats nicht, dann ist das so. Und wenn das den passenden Mehrwert liefert, dann ist doch alles gut.

So. Dank Claudias Aufruf bekommt mein Blog durch diesen Artikel nach 3 Jahren (😱) mal wieder Futter. Wurde Zeit.

Ich hoffe, das hilft.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit markiert.

  1. Lieber Frank,

    was für eine Ehre, dass du "nur für mich" 😉 deinen Blog wiederbelebt hast! Ich bin ja seit Beginn bei deinem Membership dabei und kann nur sagen: Chapeau, mit welcher Ruhe und Gelassenheit du so viel Mehrwert gibst!

    Sonnige Grüße
    Claudia

  2. Hallo Frank,

    danke für deinen Blogartikel.
    Es ist soooo schön zu lesen, dass auch ein "planloser Mitgliederbereich" funktionieren kann.
    Das nenne ich mal einen erfolgreichen Test. 😉

    Gerade diese flexiblen Zeiten, die FÜR DICH passen müssen, finde ich super.
    Man liest und hört immer genau das Gegenteil zu flexiblen Uhr- oder Arbeitszeiten.
    Da ist es total erfrischend (und erleichternd) noch mal bestätigt zu bekommen, dass es nicht "den Weg" gibt. Für gar nichts.
    Du machst es einfach deinem Namensvetter nach, nämlich "my way".

    Liebe Grüße
    Michaela

    1. Danke, Michaela!
      Ja! Ich denke die Kunst ist, den Sweetspot zu finden, der für Dich gut ist UND Deinen Kunden Mehrwert bietet. Online zu Arbeiten macht da vieles möglich, weil es Dinge zeitlich und örtlich entkoppeln kann. Aber natürlich sind es auch bestimmte Elemente, die so einen Mitgliederbereich besonders machen können, wie bei mir die Sprechstunden zu denen ich greifbar bin … ich bin also auch seit fast 1 ½ Jahren 3x morgens in der Gruppe live (fast ohne Unterbrechnungen). Da ist es gerade die direkte Ansprechbarkeit das Besondere.

      Und genau: Was oft suggertiert wird: Mach das so wie ich es mache und dann wirst Du auch erfolgreich ist meist Bullshit. Ich kann nur berichten, wie ich es gemacht habe und man sucht sich die Teile raus, die für einen passen und geht seinen eigenen Weg. 🙏

  3. Schön zu lesen. Danke Frank.
    ich bin ja nun auch schon ca 1 Jahr dein Fan.
    Die wöchentlichen Sprechstunden sind schon für mich zur Routine geworden
    und ich möcht sie nicht missen. Ausser meist Montags (Friseur.Routine)
    Ich folge intensiv aber recht leise.
    Oft denke ich"àh ein tolles Programm" morgen gehts los…
    aber dann kommt schon wieder was Neues um die Ecke.
    Ich habe es nicht eilig , da ich ja noch intensiv mit meiner Strickerei zu tun habe und Geld verdienen muss.
    …und der weitaus wichtigere Faktor mir machts auch so dolle Spass….aber Unterrichten im Internet auch.
    Da beisst sich die Katze in den Schwanz. hab ich Geld …habe ich keine Zeit…und umgekehrt.
    Meine Techniksprache und Verständnis hat sich gewaltig verändert aber in meinem Alter lernt man einen Tic langsamer. So bastle ich mit vielem rum und folge auch deinen vielen Kontakten und Empfehlungen unter anderem auch der Claudia.
    Mach weiter so Du "Frauen Versteher" Ich kenne keinen Nerd der immer wieder mit Geduld antwortet und erklärt.

    1. Oh, 1000 Dank für die Blumen, Monika!
      Und schön zu hören, dass Du auch etwas für Dich mitnimmst, was ich ja nicht immer mitbekomme.
      Ich finde es ja schon klasse, dass Du Dein Handwark u.a. in Deiner FacebookGruppe nach draussen trägst! 🙏
      Weiter so bitte!

  4. Super interessanter und motivierender Beitrag. Danke fürs Teilen. Insbesondere Dein Tipp mit dem erst einmal klein anfangen, sich im Vorfeld nicht zu viele Gedanken zu machen und die Mitglieder nicht mit Inhalten zu überfordern, fand ich sehr hilfreich.
    Liebe Grüße,
    Babett

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}